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Created2014-03-15T13:24:00
CreatorPamela Finsterseifer
DescriptionProf. Ralf Brandes received the Adolf Fick Award
LastModifiedByRalf P. Brandes
Modified2014-03-15T13:28:00
Revision3
TitleProf. Ralf Brandes received the Adolf Fick Award
ChronicleDate2014-03-14T23:00:00Z
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The Adolf Fick award 2014 was awarded to Prof. Ralf Brandes for his work on the physiological function of reactive oxygen species.

Official Press Release:

Bedeutendster deutscher Physiologie-Preis für Erforschung von Radikalen

Der Frankfurter Forscher Prof. Ralf P. Brandes erhält den renommierten Adolf-Fick-Preis.

 

Prof. Ralf P. Brandes, Direktor des Instituts für Kardiovaskuläre Physiologie am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität, wurde heute mit dem renommierten Adolf-Fick-Preis der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft Würzburg ausgezeichnet. Den Preis erhielt Prof. Brandes für seine bedeutenden Arbeiten zum Verständnis der Produktion und Wirkung von Sauerstoffradikalen.

 

Erforschung von Sauerstoffradikalen

Sauerstoffradikale spielen eine wichtige Rolle in der Entstehung von Erkrankungen des Kreislaufsystems. Der Frankfurter Forscher konnte nachweisen, dass Enzyme der Nox-Familie Sauerstoffradikale produzieren, die im Körper wichtige Signalfunktionen erfüllen. Unter physiologischen, das heißt nicht krankhaften Bedingungen sind diese Radikale jedoch nicht schädlich, sondern fungieren als Botenstoffe. Vom Nox-Enzym produzierte Sauerstoffradikale sind beispielsweise an der Regeneration von Blutgefäßen beteiligt und vermitteln die schützende Wirkung des Hormons Erythropoietin, das auch als EPO bekannt ist. Für diese herausragenden wissenschaftlichen Leistungen erhielt Prof. Brandes den Adolf-Fick-Preis, der unter anderem mit der Verleihung der Fick-Medaille verbunden ist. Er gilt als der wichtigste Physiologie-Preis im deutschen Sprachraum und wird nur alle fünf Jahre vergeben. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der 93. Jahrestagung der Deutschen Physiologischen Gesellschaft. Diese fand vom 13. bis 15. März in Mainz statt.

 

Ausgewiesener Experte des Kreislaufsystems

Prof. Brandes, Jahrgang 1969, studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Emory University in Atlanta. Nachdem er im Jahr 1995 sein Medizinstudium und ein Jahr später seine Promotion abschloss, folgten wissenschaftliche Stationen als Postdoc und die Habilitation. Seit dem Jahr 2006 ist er Professor für Physiologie am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität, wo er seit 2008 das Institut für Kardiovaskuläre Physiologie leitet.

 

Über den Adolf-Fick-Preis

Der Preis wurde im Jahr 1929 zum 100. Geburtstag des bedeutenden deutschen Physiologen Adolf Fick von dessen Söhnen gestiftet. Adolf Fick leistete bahnbrechende, grundlegende Beiträge zur Physiologie. Er beschrieb unter anderem die Gesetzmäßigkeiten der Diffusion, setzte die Definition von isometrischer und isotonischer Muskelverkürzung und erfand das Applanationstonometer zur Messung des Augeninnendrucks. Auch entwickelte er eine Methode zur Bestimmung des Herz-Minuten-Volumens aus der arterio-venösen Sauerstoffdifferenz, die auch heute noch klinisch eingesetzt wird.

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